Historischer Rundgang Erdmannhausen

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Bahnhof / Steinbrüche

Erst 1899, 20 Jahre nach Eröffnung der Bahnlinie, erhielt Erdmannhausen einen Haltepunkt Erdmannhausen-Rielingshausen. Der Doppelname entstand durch die aufgeteilte Finanzierung durch Erdmannhausen und Rielingshausen. Zunächst nur von wenigen Zügen pro Tag angefahren, entstand schon nach wenigen Jahren ein reger Betrieb von Stückgutabfertigung und Fahrgästen. Ein wesentlicher Aspekt für die Entwicklung des Haltepunktes waren die nahe gelegenen Steinbrüche, die für einen regelmäßigen Güterverkehr von und nach Erdmannhausen sorgten. Zeitweilig lagen am Ort mehrere Rangiergleise, um den Abtransport der Steine und des Schotters zu gewährleisten. Mit Aufgabe des letzten Steinbruchs in den 1960er-Jahren begann auch der Abstieg des Bahnhofs. Der zunehmende Individualverkehr und neue Buslinien sorgten auch für einen Fahrgastrückgang. Wegen Baufälligkeit wurde die „Bretterbude“ 1976 abgerissen und durch einen Betonunterstand ersetzt. Mit der Verlängerung der S-Bahn von Marbach nach Backnang wurde der Haltepunkt 2012 mit Hochbahnsteig und Dach neu errichtet, und der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet.


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